Paläontologie

Paläontologie (griech. für “Studium des alten Lebens) ist eine Wissenschaft, die sich mit den Lebewesen der verschiedenen Erdzeitalter beschäftigt. Eingeführt wurde der Begriff im Jahre 1825 durch den französischen Wissenschaftlicher Henri de Blainville. Weitere bekannte Vertreter dieses Wissenschaftszweiges sind unter anderem Louis Agassiz, Mary Anning und Harry Whittington.

Die Paläontologie befasst sich vor allem mit Fossilien

Die Paläontologie befasst sich vor allem mit Fossilien

Die Paläontologie erforscht vorrangig Fossilien. Mit dem Begriff Fossilien bezeichnet man die Rückstände von Lebewesen und andere Überbleibsel aus vergangenen Zeiten, die auf ein bestimmtes Lebewesen schließen lassen. Die Fossilien sind in den Sedimentgesteinen unserer Erde überall auf der Welt zu finden und lassen sich durch Ausgrabungen bergen. In den meisten Fällen sind sie mineralisiert und versteinert – und konnten dadurch Jahrtausende lang überleben. So kann man auch heute noch Fossilien der Dinosaurier finden und bestaunen. Fossilien müssen nach der Auffindung sorgfältig präpariert und untersucht werden um Schlussfolgerungen aus den Fundstücken ziehen zu können.

Man unterteilt Paläontologie grob in zwei Teilgebiete: Geologie und Biologie. Die Geologie befasst sich beispielsweise damit, unter welchen Umständen Fossilien überhaupt entstehen und wie sich Sedimentgesteine verhalten. In der biologischen Paläontologie beschäftigt man sich mit den Fossilienfunden an sich – zu welcher Gruppe von Lebewesen gehören sie, welche Entwicklung hat ein Lebewesen durchlaufen und in welchen Räumen lebten sie? Auch die Erforschung von Pflanzen aus den vergangenen Jahrtausenden ist eine Disziplin der Paläontologie. Die Paläontologie steht also in enger Beziehung zur Evolution und kann Aufschluss darüber geben, wie verschiedene Lebewesen in den zurückliegenden Erdzeitaltern aussahen und wie sie lebten. Erst durch die Paläontologie wurde es möglich der Entstehung der Lebewesen auf die Spur zu kommen. Für das Verständnis der Welt ist diese Richtung der Forschung also unabdingbar.

Paläontologen sind keine Einzelkämpfer – sie arbeiten bei ihrer Forschung im Normalfall mit Fachleuten aus den Bereichen Geologie und Biologie zusammen – deren Fachwissen ist für eine exakte Einordnung und Erforschung eines Fossils absolut notwendig.

Übrigens: stellt man sich die Entstehungszeit der Welt als einen 24h – Tag vor, so wäre der Mensch die letzte Minute vor Mitternacht. Ein Augenblinzeln – nicht mehr. Das Forschungsgebiet ist also riesig und es wird wohl noch einige Jahrhunderte dauern, bis die Lebewesen vor unserer Zeit vollständig erforscht wurden.

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