Die Erdzeitalter

Die verschiedenen Erdzeitalter werden in die Erdneuzeit, das Erdmittelalter, das Erdaltertum, die Erdfrühzeit und die Erdurzeit eingeteilt. Neben der geologischen Entwicklung ist das Klima für die Entwicklung der Flora und Fauna von entscheidender Bedeutung.

Rückwärts durch die Erdgeschichte – Eine geologische Zeitreise

  • Erdneuzeit mit Quartär und Tertiär (mit Neogen und Paleogen)
  • Erdmittelalter mit Kreide, Jura, Trias
  • Erdaltertum mit Perm, Karbon, Devon, Silur, Ordovizium, Kambrium
  • Erdfrühzeit mit Proterozoikum, Archaikum
  • Erdurzeit mit Azoikum

Die verschiedenen Erdzeitalter

Die Erdzeitalter sind die Erdneuzeit, das Erdmittelalter, das Erdaltertum, die Erdfrühzeit und die Erdurzeit. Die geologischen und klimatischen Verhältnisse sind für die Entwicklung der Flora und Fauna ab der Ära des Erdfrühzeit von entscheidender Bedeutung. Die Paläontologie ist ein Wissenschaftszweig, der sich mit den Lebewesen in vergangen Erdzeitaltern beschäftigt. Lebensformen aus vorhergegangen Erdzeitzeitaltern werden als sogenannte Fossilien in den Sedimentgesteinen bei Ausgrabungen gefunden.

Lebensformen entstehen

Das Mammut lebte in einem früheren Erdzeitalter

Das Mammut lebte in einem früheren Erdzeitalter

Im Erdzeitalter, dass vor über 2.4 Millionen Jahren begann und bis heute fortbesteht, entwickelten und verbreiteten sich die ersten Menschen. Das Mammut und andere an die Kälte angepasste Tiere und Pflanzen verschwanden. Das Tertiär gliedert sich in das Neogen und Paleogen. Im Neogen entwickelten sich vor knapp 24 bis 2.4 Millionen Jahren die ersten Menschenartigen Geschöpfe, die sogenannten Hominiden auf dem heutigen, afrikanischen Kontinent. Mischwälder mit Nadel- und Laubbaumbestand wechselten sich mit weitreichenden Sumpfgebieten an den Küstenregionen ab. Mit zunehmender Kälte wurde das Klima trockener.

Bereits im Paleogen entwickelten sich vor 65 bis etwa 24 Millionen Jahren die ersten Säugetiere wie beispielsweise Tapire, Nashörner und Pferde. Bedecktsamer erreichen in den Wäldern der Tropen und Subtropen eine unermessliche Artenfülle. Bei vorwiegend feuchtwarmem Klima bildete sich eine Landschaft mit Seen, Mooren und weitreichenden Wäldern. Die Alpen beginnen sich zu bilden.

Vor über 142 bis 85 Millionen Jahren bildeten sich die ersten Blütenpflanzen. Bedecktsamer wie Magnolien, Weiden, Palmen entwickelten sich. Riesenwachstum von Tieren (Dinosaurier) beginnt und endet mit dem Aussterben auch vieler weiterer Tierarten (Ammoniten). Das zunächst feuchtkühle Klima erwärmt sich. Kalkstein lagert sich großflächig in den vorherrschenden Flachmeeren des einstigen Festlandes ab und auch das rheinische Schiffergebirge wird überflutet.

Im Jura entwickelten sich vor 208 bis 142 Millionen Jahren die ersten Vögel wie beispielsweise der Archaeopteryx. Im Flachmeer entwickelt sich eine reiche Fauna an Muscheln, Schnecken, Stachelhäutern und Ammoniten. Es herrscht ein mildes Klima, in dem das rheinische Schiefergebirge zum Festland wird.

Im Trias vor 251 bis 208 Millionen Jahren gab es die ersten primitiven Säugetiere. Großreptilien wie Dinosaurier und Fischsaurier entwickelten sich in den von Nacktsamern geprägten Lebensräumen. Die Nadelbäume verbreiteten sich zusehends, die bis dato baumgroßen Bärlappgewächse und Schachtelhalme starben aus, da das Klima sehr warm und überwiegend trocken ist. Teilweise ist das Festland von einem Flachmeer überflutet und es entstehen weitere Rotsedimente und Salzlagerstätten. Pangea, der Riesenkontinent zerfällt und es kommt zu Erdplattenverschiebungen. Während des Perm haben Raubechsen mit einem säugetierähnlichem Gebiss ihre Ära. Trilobiten und andere Tiere sterben aus.

Das Klima vor 296 bis 251 Millionen Jahren ist auf der Nordhalbkugel warm und wird immer heißer und trockener. Gondwana, der Südkontinent ist von einer dicken Eisschicht bedeckt. Wüsten breiten sich aus, durch Verdampfung wird das Wasser in den Meeren konzentriert, so dass sich am Meeresboden Rotsedimente ablagern. Ausgeprägte Salzlagerstätten entstehen.

Vor 360 bis 296 Millionen Jahren enwickeln sich im Karbon die ersten Reptilien und große, flugfähige Insekten wie die Riesenlibelle. Erste Nadelbäume entstehen, aber gigantische Schachtelhalme, Schupppen- und Siegelbäume beherrschen die Flora der küstennahen Waldmoore und Sumpfwälder. Der Riesenkontinent Pangea entsteht.

Vor 417 bis 358 Millionen Jahren im Devon entstehen neben den ersten Amphibien, flügellose Insekten. Fische sind reichlich vorhanden. Bei weitgehend trockenem und warmen Klima gedeihen die ersten Samenpflanzen.

Vor 443 bis 417 Millionen Jahren im Silur gibt es die ersten echten Fische und auch Riesenkrebse. Flora und Fauna erobern das Festland wie das Süßwasser. Trockenwarmes Klima herrscht vor. Schelfablagerungen in den Flachmeeren, Salzlagerstätten entstehen. Die Landmassen sind in zwei Großkontinenten vereint und es herrscht heftiger Magmatismus.

Vor 495 bis 443 Millionen Jahren bilden sich erste fischförmige Wirbeltiere bilden sich im Ordovizium. Neben diesen Kieferlosen kommen riesige Kopffüßler vor. Stachelhäuter bilden sich in vielfältigen Formen aus. Bei gleichmäßig mildem bis feuchtwarmen Klima bleiben weite Teile der Erdmasse mit Wasser bedeckt, obwohl sich dieses zwischenzeitlich zurückzog.

Vor 543 bis 495 Millionen Jahren im Kabrium entstehen erste Wirbellosen im Meer wie beispielsweise die Trilobiten und Krebse. Während das Klima mild und trocken ist, kommt es zur Ausbildung von fünf Kontinentalschollen bei den Landmassen. Riffe bilden sich im tropisch-warmen Meerewasser. Salze kristallisieren aus.

Vor 2500 bis 543 Milllionen Jahren im Proterozoikum bilden sich Einzeller wie Kiesel- und Blaualgen, aber auch Bakterien zu mehrzelligen Tierstämmen aus. Aus Algenkalk bestehende Stromatolithen entstehen, Rotsedimente lagern sich ab. Extreme Wettergegensätze herrschen, die weltweite Vereisung beginnt, salzarme Flachmeere entstehen. Vor 4000 bis 2500 Millionen Jahren bilden sich die bisher ältesten Formen an strukturierem Leben. Megasphären aus Archebakterien und den kleineren Cyanobakterien bilden sich. Es entwickelt sich allmählich eine Sauerstofffatmosphäre.

Staub und Gase

Vor 4600 bis 4000 Millionen Jahren begann mit dem Azoikum ein Erdzeitalter, indem noch kein Leben existierte. Die Uratmosphäre ist sauerstofffrei und besteht aus den Gasen Kohlendioxid, Wasserstoff und Stickstoff. Der Planet Erde ist in der Entstehungsphase. Kosmische Gase und Staubpartikel bilden die Grundlage. Vulkanismus ist ausgeprägt.

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