Sedimentgestein

Die Gesteinskunde, besonders die Erforschung des Sedimentgesteins, lehrt uns viel über unsere Vergangenheit. Die Erkenntnisse über Gesteine, ihre Beschaffenheit, ihr Gefüge und ihr Vorkommen lassen über Jahrmillionen hinweg Rückschlüsse auf die Geschichte der Erde und die Entwicklung des Lebens zu.

Die einzelnen Gesteinsarten

Die Gesteinsarten werden in magmatisches Gestein, metamorphes Gestein und Sedimentgestein unterteilt. Die Magmatite oder auch Tiefengesteine entstehen durch das Austreten von Magma bei Vulkanausbrüchen. Je nach Dauer der Abkühlung bilden sie grobe oder feinkörnige Kristalle von unterschiedlicher Färbung. Sie enthalten selten Hohlräume und niemals Fossilien. Basalt und Granit sind Beispiele für magmatische Gesteine. Die metamorphen Gesteine entstehen aus anderen Gesteinsarten, die sich durch Druck und Temperatur verändern. Durch Verschiebungen kann eine Streifenbildung entstehen, die nicht zu verwechseln ist mit denen im Sedimentgestein. Beispiele hierfür sind Marmor und Schiefer. Die Bildung von Sedimentgestein ist abhängig von den in der Umgebung herrschenden physikalischen und chemischen Bedingungen. So können aus der Zusammensetzung des sedimentären Gesteins Rückschlüsse auf den ursprünglichen Ablagerungsort geschlossen werden.

Was ist Sedimentgestein?


Durch äußere Einflüsse wie Wind oder andere Einflüsse an der Erdoberfläche, im Meer oder in Flußmündungen werden lockere Sedimente in Schichten abgelagert und immer wieder verschoben. So kann sich die Farbe verändern oder die Korngröße, die abhängig ist vom Weg, den die Ablagerung zurückgelegt hat. Durch Bindung mit entstehenden chemischen Substanzen wie Kalk oder Kieselsäure und dem steigenden Druck durch immer wieder neue Ablagerungen kommt es zum Wasserverlust – das Sedimentgestein ist entstanden.

Herkunft

Bruchstücke verwitterten Gesteins
Beispiel: Lehm, Löss, Sandstein, Tonstein, Mergel, Bauxit

Herkunft

Chemisch
Beispiel: Steinsalz, Kalkstein, Schreibkreide, Muschelkalk, Dolomit, Stalaktit,
Eisenstein

Herkunft

Biogen
Beispiel: Torf, Flint, Bernstein, Kieselsäuregestein

Die einzelnen Schichten sind gut erkennbar, je nach Art des Sediments sind sie locker oder kompakt zusammengepresst. Sandstein z. b. weist wegen feinster Mineralbeimengungen eine zarte Streifenbildung auf. Auch organische Komponenten wie Pflanzenteile oder Lebewesen finden sich in den Ablagerungen. Diese eingeschlossenen Fossilien sind für Paläontologen von höchstem Interesse. Sie erlauben einen Rückblick auf die Zeit der Sedimentation bis hin zu fundierten Erkenntnissen über die verschiedenen Erdzeitalter.

Sedimentgestein und die Paläontologie

Die in das Gestein eingebetteten Fossilien legen Zeugnis ab über das Leben in vergangenen Erdzeitaltern – im Sedimentgestein findet sich das erstaunliche Phänomen der Versteinerung. Die Fossilien der Pflanzenteile oder Lebewesen werden in Ablagerungen von Steinen oder Metallen über Millionen von Jahren konserviert. Tatsächlich wurden komplett erhaltene Dinosaurier gefunden. Infolge ihrer Rekonstruktion ist es möglich, die Lebensbedingungen und wegen des sie umgebenden Gesteins das Erdzeitalter zu bestimmen. Mit Hilfe des Sedimentgesteins können Erkenntnisse über die ökologischen Verhältnisse während der Erdgeschichte gewonnen werden, über das Alter des Gesteins und dessen Entstehung. Anhand der in das Sedimentgestein eingebetteten Fossilien wurde die Gliederung der Erdgeschichte vorgenommen und mikroskopisch kleine, eingeschlossene Organismen liefern Hinweise auf Vorkommen von Erzen, Salzen und Erdöl.

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